Fotoquelle: laufen-os.de

Dieses Jahr gilt es: IronMan, Langdistanz Triathlon. Man wird ja nicht jünger und es gilt sich langsam die großen Aufgaben vorzunehmen, bevor es nicht mehr geht, oder? Und wenn man die 30 passiert hat, wird es Zeit. Ich habe mich daher in Moritzburg zum Ironman angemeldet. Nach Auskunft von Mathias ein toller Triathlon in entspannter und freundlicher Atmosphäre. Nicht überlaufen, aber auch nicht zu wenig Starter.

Gleich am 01. Januar mit Öffnung der Anmeldelisten habe ich dann zugeschlagen und jetzt liegt es an der Vorbereitung, ob die Distanzen 3,8 km Schwimmen, 180 km Rad und 42 km Laufen von mir geschafft werden. Dies dürfte dann auch das erste Ziel sein: Durchkommen. Das 2te Ziel lautet dann unter 13 Stunden und das 3te Ziel um die 12 Stunden. Alles andere dürfte unrealistisch sein.

Aus der TriTime habe ich mir jetzt mal einen Trainingsplan abgeschrieben und auch unter http://www.triathlon-szene.de bin ich fündig geworden.  Muss da noch ein bisschen Feintuning machen und das auf meine Lebenswirklichkeit abstimmen, aber viel muss da nicht verändert werden.

Die ersten zwei Wochen sind auch schon ganz gut verlaufen. Die ersten 20 Stunden Training, bestehend aus Schwimmen, Laufen, Rad und Krafttraining sind eingefahren. Und es gab noch keine schmerzhaften Blessuren, Bänder und Muskeln melden: Alles okay. Hoffe, das bleibt auch so.

Und natürlich müssen noch ein paar Kilos runter. Bringt ja nichts am Rad alles durch Carbon zu ersetzen und dann eine Weinkiste mit sich rumzuschleppen. Werde da mal besonders darauf achten und die kleinen Leckereien sein lassen. 2 Kilo sind auch schon weg (Stand heute 19 Uhr ;-)).

Morgen geht es mit dem MTB 3 Stunden in den Wald, Wetter soll gut werden. Freue mich schon.

11 km = 2 Runden

Achim Achilles beschrieb es in seiner Kolumne
http://www.spiegel.de/sport/sonst/0,1518,804570,00.html als einen “Ausflug in den Pumakäfig” und auch AP Sportskamerad Holger hat bei Wettkämpfen ähnliche Erfahrungen in den Umkleidekabinen bei Volksläufen gemacht.

Da eine Laufveranstaltung auch immer ein Rennen auf Zeit ist, ein blanker, eiskalter Egotrip hin zu einer neuen Bestzeit und einem Sieg über die anderen Agegrouper, wird sich bereits in der Umkleidekabine vor dem Wettkampf verhalten wie im Circus Maximus. Hier ist sich jeder der Nächste. Der Wegfall jeden Anstands und sozialen Verhaltenskodex manifestiert sich durch ein mehrstimmiges Furzkonzert, untermalt mit feinstimmige Bassrülpser aus mehreren Ecken. Wenn es möglich wäre, auch aus dem Bauchnabel Luft fahren zu lassen, es wäre ein gut vernehmbares Pfeifen zu hören.

Aus der Umkleidekabine raus stehen dann sogleich hauptsächlich männliche Mitstreiter an jedem verfügbar stehendem Busch und Baum und machen auf Männeken Piss. Und auch beim Warmlaufen geht die orchestrierte Flatulenz weiter und wird nur noch übertönt von „Dem Stöhner“.

Der Stöhner ist im Regelfall ein plus 50ziger, der seine besten Laufzeiten weit hinter sich gelassen hat, trotzdem unter Aufbringung ungeheurer Kraftanstrengung die Bestzeit von seiner letzten Ehrenurkunde rauszuholen versucht. Jeder Laufschritt und jedes Ausatmen wird mit einem gut vernehmbaren Stöhnen begleitet, regelmäßig, 21 oder wahlweise auch 42 Kilometer lang. Die Pulsuhr schlägt schon seit längerem Alarm, begann direkt nach dem Start mit einem saghaften Piepen bei Puls 180 und wechselt dann rasch in ein dauerflatlinehaftes Fiepen und deutet auf eine Kernschmelze im Chip hin. Das interessiert den Stöhner aber nicht, ist er schon in einen trancehaften Laufmodus gefallen.

Wohl interessieren tut dies aber den plus 40jährigen, der direkt vor dem Stöhner läuft und es einfach nicht schafft wegzukommen. Bundesjugendspiele gab es damals schon nicht mehr, warum also der ganze Ehrgeiz? Einen Reinhauen darf man ja nun auch keinem Mitläufer, vielleicht helfen Blähungen?

Es stellt sich nun dem interessierten Laufteilnehmer die Frage, warum dies nur bei Männern so ist. Frauen scheinen hier ein besseres Gefühl für Anstand und Rücksicht zu besitzen. Vielleicht liegt es aber auch daran, dass eine herumstöhnende Läuferin in diesem Fall eine Horde plus 35jähriger hinter sich her ziehen würde, die partout nicht überholen wollen. Und wer hat das schon gerne in einem Wettkampf?

16 km mit 286 Höhenmetern - 1:35:00 Std.

Ach, was war das doch so schön warm im Bett, morgens, Sonntag, 13.11.2011. Das Logbuch schrieb aber blöderweise vor: Auf zum Sportplatz des TK Hannover, der alljährliche Lönsparklauf stand an. Um 11 Uhr habe man sich an der Startrampe einzufinden. Bitte schön. Immerhin nicht die übliche unmenschliche Startseite von 7 oder 9 Uhr wie bei anderen Wettbewerben.

Zusammen mit Copilot Kai ging es also nach Hannover Kirchrode bei strahlendem Sonnenschein, aber halt auch bitterkalten Temperaturen von 2 Grad. Eine Woche vorher hatten wir noch 18 Grad, glaube ich. Wer hat eigentlich etwas gegen die Klimaerwärmung?

Den Ski Anzug habe ich dann doch im Auto gelassen, aber Mütze und Handschuhe, 2 T-Shirts, lange Laufhose und Halstuch sind ja wohl erlaubt. Einige besonders harte Exemplare, wahrscheinlich mit Vorfahren bei den Iniuts, traten um 11 Uhr auch mit kurzer Hose und Hemd an. Allein bei dem Anblick überzog mich ein kleiner Kälteschauer. Die hat wahrscheinlich unterwegs der Kältetod ereilt, im Ziel habe ich sie zu mindestens nicht mehr gesehen.

10 Kilometer waren zu absolvieren, 2 Runden durch die Eilenriede und um den Tierpark herum, eine flache Strecke auf der Tempo zu machen ist. Heißt auf der anderen Seite immer am Limit laufen und alles rausholen. Nicht ganz was man sich für einen Sonntag vornehmen muss, andererseits immer nur ofenwarme Brötchen mit Marmelade, lecker Kaffee, vollfetter Camembert mit Trüffel gefüllt, Früchtemüsli mit Joghurt…lecker. Halt, Stopp, heute heißt es Siegen und wenn auch nur über den eigenen inneren Schweinehund.

Pünktlich um 11 Uhr ertönte der Startschuss und die ersten Läufer vorne im Feld gingen ab. Ich versuchte erst einmal das vor mir liegende Terrain zu sichten und stieg gut in den Lauf ein. Regelmäßige Kilometerzeiten von um die 04:20 stellten sich ein und so hatte ich nach der ersten Runde zum ersten Mal in meinem kleinen Läuferleben Bock auf die 2te Runde. Ehrenwort, das ist noch nie passiert.  Gemeinsam mit einem anderen Läufer zogen wir uns gegenseitig durch den Lauf und nach 00:43:40 war der Spaß schon vorbei. Bestzeit auf 10 Kilometer, wer hätte das gedacht. Ich nicht.

So, und da nichts besser ist dem eigenen Schweinehund, also eigentlich einem ganzen Rudel hungriger Vierbeiner, nach dem Sport zu frönen, ging es auch gleich an das hauseigene Frühstücksbüfett. Essen macht dann doch immer am meisten Spaß. Mahlzeit.

Bildquelle: www.loensparklauf.de

6,1 km in 30:12 Minuten.

Fotoquelle: laufen-os.de

Fotoquellen: laufen-os.de, Carsten Nienhüser

AP Sportsteam-Athlet Mathias nahm bei der letzten Etappe über 23 km beim Else-Werre-Ultralauf von Bad Oeynhausen nach Melle-Gesmold teil.

AP Sportsteam-Athlet hat sich endlich ein neues MTB zugelegt: Ein Steppenwolf Timber Race, 2010er Baujahr. Geiles Teil! Die Vorgänger hat er schon oft im Allgäu-Urlaub vom Verleiher gefahren. Hier ein paar Eckdaten:

- Schaltwerk, Umwerfer, Naben Shimano XT
- Kurbel, Schalthebel Shimano Deore
Avid Juicy 3 Scheibenbremsen
- 100 mm Federgabel Rock Shox Recon SL Air Poplock

Die Bajuwaren von Steppenwolf genießen einen Super-Ruf hinsichtlich ihrer Rahmen. Eine erste Ausfahrt in den Meller Bergen, so knapp eine Stunde nach dem Kauf ;-), machte schon deutlich, dass sich in den letzten 13 Jahren, seit Mathias das Focus Black Hills hatte, einiges getan hat in der MTB-Technologie, auch in den Einsteiger-Bikes. Macht richtig Spaß!

Die Racing Ralph Evo von Schwalbe sind nach ersten Tests wesentlich griffiger als die Smart Sams, insbesondere auf Schotter … deshalb kosten die also das Doppelte ;-)

Weitere Tests folgen.

Am Samstag wollten meine drei radsportbegeisterten Freunde zu einem Teamzeitfahren antreten und so gründeten wir aus einer Laune heraus das Team Fuentes und meldeten uns zum Radrennen der Rudergemeinschaft Angaria Hannover an. Kein Ahnung was uns dort erwarten sollte, aber siegesgewiss und unerschrocken trafen wir gegen 12 Uhr in Brelingen ein.

Und was für ein Empfang - die dröhnende Bässe und rasante Techno-Musik waren schon weit vor dem Parkplatz in Brelingen zu hören. Die Vorfreude auf mein erstes Vierer-Mannschaftszeitfahren stieg merklich an.

Wie üblich war die Konkurrenz stark, manches Team hatte sogar ein Zelt aufgeschlagen und darunter Rollen zum Einfahren aufgebaut. Man kann es ja auch übertreiben.

Wir stärkten uns derweil mit den von Dirk angerührten und eigenhändig gebackenen Ötztaler Kraftkugeln, die auch jedes Jahr beim Ötztaler Radmarathon gereicht werden. Damit dürfte uns der erste Platz nicht mehr zu nehmen sein. Irritation entstand lediglich als einer unserer Mitstreiter die Kraftkugel nicht essen, sondern in die Radhose stecken wollte. Nach kurzer Aufklärung konnte dieses Missverständnis aber ausgeräumt werden.

Pünktlich um 13:07 waren wir am Start und los ging die Luzie. Wie die jungen Pferde rasten wir die ersten Kilometer die Straße runter, immer Vollgas und schwups war auch schon unsere Gruppe gesprengt. 42 Km/h waren dann zu Beginn doch zu schnell. Leicht gezügelt ging es den Rundkurs weiter, aber schon kurz vor Ende der ersten Runde mussten wir den ersten Ausfall (Rücken) beklagen. Die Verzögerung kostet uns die eindeutige Führung und erst nach knapp 4 Minuten konnten wir wieder Fahrt aufnehmen. Um uns jetzt aber nicht vollends zu verausgaben, drosselten wir das Tempo deutlich und verfielen in einen entspannten Altherrenmodus, aus dem wir uns so gar nicht mehr befreien konnten. Lediglich die Anfeuerungen des sehr aufmerksamen Ordnerpersonals (Hey, nicht einschlafen…) schreckte uns manchmal auf.

Noch unter 01:30 Stunden hatten wir nach in einem gestreckten Zielspurt die 51 Kilometer absolviert und konnten gleich zu dem leckeren (alkoholfreien) Weizen, das im Auto auf uns wartete, rollen.
Also, nicht Letzter geworden, Ziel erreicht, sag ich mal. Nächstes Mal versuchen wir es mit den Kraftkugeln in der Hose, vielleicht ist dann doch Platz 1 drin…

…und dann war da ja auch noch der Hiddesdorfer Rübenlauf. Nach dem kurzen, aber auch anstrengendem Zeitfahren in Lehrte wollte ich noch Sonntag die Rübe rocken. 21 km, Halbmarathon, wie eigentlich jedes Jahr. Zusammen mit Poschi und 400 weiteren StarterInnen ging es auf die abwechslungsreiche, flache und daher sehr schnelle Strecke, die durch die Hemminger Stadtteile Ohlendorf - Arnum - Harkenbleck - Wilkenburg - Hemmingen - Devese führt. Eine offizielle Anerkennung als Straßenlauf gibt es nicht, da es auch über unbefestigte Feldwege geht. Aber das macht hier nichts, der Lauf ist absolut empfehlenswert.

Als Kilometerzeit hatte ich mir irgendwas um die 04:45 Minuten vorgenommen, aber es lief von Beginn an sehr gut. Poschi zog schön vorne weg und so lag ich völlig überraschend jeden Kilometer um die 04:30, erst ab Kilometer 14 machte sich das samstägliche Radrennen in den Beinen leicht bemerkbar und es rollte nicht mehr so rund wie gewünscht. Trotzdem konnte ich die Geschwindigkeit fast halten und lief mit 01:36 (14ter der Altersklasse M40) ein.  Also persönliche Weltjahresbestleistung, sag ich jetzt mal. Poschi konnte sogar in seiner Altersklasse M20 mit 01:35 unter die besten 10 Mitstreiter laufen.

Leider war es nach dem Rennen empfindlich kalt draußen, so dass ich auf meine Triathlon Strategen Ines und Uwe vom SC Bad Münder, die den 10 Kilometerlauf absolvierten, nicht mehr warten konnte. Schade eigentlich, die letzten Jahre hatten wir es immer um die 20 Grad und man konnte sich mit seinem Läuferfrühstück, bestehend aus Käse, Wurst und Wein auf die Wiese setzen. Diesmal lag die Temperatur aber bei gefühlten 12 Grad und lockte die warme Heizung im Auto mehr.
Bildquelle: http://www.ruebenlauf.de/

Rasende Räder rund ums Rübenfeld - wer gedacht hat, dass ein Einzelzeitfahren in Lehrte mit knapp über 150 Teilnehmern ein beschaulicher Nachmittag mit ein paar Freizeitfahrern auf Hollandrädern ist, befindet sich aber mal voll auf dem Holzweg. Was am 17.09.2011 gegen Mittag in Lehrte an Zeitfahrrädern und Equipment aufgefahren wurde, muss sich einmal hinter den Klassikern wie den Cyclasscis nicht verstecken und lässt zum anderen das Herz eines jeden Radsportfans höher schlagen. Von Planet X über Cube Aerium, Kuoto und Felt war alles vertreten, was in der Carbonradwelt angesagt ist. Und nicht zu vergessen auch mein Aluhobel.

Der Lehrter SV Triathlon hatte zum Rennen um den Paul-Voigt-Pokal eingeladen und da durfte ich natürlich nicht fehlen. Interessant bei diesem Radrennen ist, dass es zwei Messungen gibt. Einmal die normale Zeitmessung und dann eine leistungsbereinigte Messung in der Alter, Geschlecht und Radtyp mit einfließen. Dazu später mehr.

Die Anmeldung fand im Sportzentrum in Lehrte am Schützenplatz statt, alles sehr familiär, entspannt und freundlich. Nach der Anmeldung fuhr das Peloton um 13:15 Uhr in die drei Kilometer entfernte Feldmark, wo der Rundkurs gefahren wurde. Hier hatte es eine Woche vorher eine Auseinandersetzung mit einem aggressiven Radfahrer und einem Treckerfahrer gegeben, wir wurden nochmal darauf hingewiesen, den Landwirten Vorfahrt zu gewähren. Schwer bei einem Zeitrennen, aber so ein Trecker ist halt doch ein wenig stärker…

Die Strecke selber war gereinigt, super asphaltiert und mit einigen Kurven und Brücken versehen. Wäre da nur nicht der starke Gegenwind gewesen…Um 14 Uhr ging es für die ersten Fahrer auf die Strecke, wer wollte, konnte mittels Startrampe in das Rennen gehen, also alles wie bei der Tour de France. Mit Vollgas startete ich um 14:13 in das Rennen und bei Windstille oder Rückenwind stand der Tacho immer auf 40 km/h und mehr. Aber der Gegenwind auf den 2 langen Geraden zockte ganz schön.

Nach 34 Minuten waren dann die 20 km geschafft, der Schnitt lag bei knapp unter 35 km/h, was nicht so doll war. In dem Gesamtklassement ergab dies Platz 60 von 153 Startern. Durch die leistungsbereinigte Messung sprang aber am Ende Platz 2 raus, das war dann doch die Überraschung für mich.

Als Fazit: Ein prima Rennen, eignet sich super zum Austoben und ein tolles, sehr angenehmes Organisationsteam. See you next year…

Der von SC Melle-Ultraläufer Olaf veranstaltete Block-Marathon startete auf seinem Hof, an dem man nach jeder Runde vorbeikam. AP Sportsteam-Athlet Mathias war auf jeder seiner fünf Runden besonders motiviert, gab es doch auf Olafs Hof am Verpflegungsstand leckere Schokolade (weiß, Zartbitter und Vollmilch) und Salzgebäck. Nach 23,2 km und ca. 250 Höhenmetern in etwas über zweieinhalb Stunden reichte es dann auch, der gesamte Marathon muss warten.

Der gemütliche Lauf, der mit viel Leidenschaft von Olaf und seinen Helfern organisiert war, bekommt auf jeden Fall einen festen Platz im Sportkalender.

Das war ja jetzt mal gar nichts … 56:55 Minuten beim 10 km-Stadtlauf in Melle für AP Sportsteam-Athlet Mathias.

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