Und ab geht es. Pünktlich um 09:00 startete das AP Sportsteam am 27.06.2010 zur ersten Velo Challenge in Hannover. Am Maschsee hatten sich bei besten Wetter knapp 2.000 Fahrerinnen und Fahrer aus ganz Deutschland versammelt und absolvierten die 60 Kilometer bzw. die 110 Kilometer Schleife.

Holger und seine Radsportfreunde entschieden sich an diesem Tag für die 60 Kilometer Variante und wurden nicht enttäuscht. Der Kurs war absolute klasse, sehr flach, schnell und abwechslungsreich. Es ging dabei vom Maschsee über einzelnen Ortschaften wie Hemmingen, Bennigsen, Gehrden und wieder zurück nach Hannover.

Zusammen mit anderen Fahrern haben wir es uns dann auch nicht nehmen lassen, für gute Stimmung und vielfache La Olas zusammen mit den Zuschauern zu sorgen. Aus diesem Grund war die Zeit auch eher zweitrangig, wobei sich 01:50:03 sehen lassen kann.

Gewonnen hatte am Ende der Hannoveraner Robert Czerwonka, im übrigen knapp gefolgt von Hurricane Schneider, der mit einem 36er Schnitt den Sieger vor sich hertrieb.

Das Velo Challenge soll auch in den kommenden Jahren Bestand haben und sich als feste Radsportveranstaltung etablieren. Wir sind auf jeden Fall wieder dabei.

Triathleten sind echt bekloppt, das hat schon Laufguru Achim Achilles in seinem Buch “Achilles Verse” treffend erkannt. Sportliche Höchstleistungen bei 35° C in der prallen Nachmittagssonne, nah an der Dehydratation. Nach dem Schwimmen im 28° C warmen “Whirlpool”-Sonnensee in Bissendorf.

Und was bringt das, außer totaler Erschöpfung und Kopfschütteln bei normalen Menschen? Na, neue Bestzeiten! 6 Minuten hat AP Sportsteam-Athlet Mathias mit seiner Zeit von 1:30:28 Std. auf das Ergebnis in 2009 herausgeholt. Und wie kann das sein? Keine Ahnung …

Heute war mal wieder der Abendlauf in Bad Essen. Vorsorglich wurde die kalte Dusche auf der Strecke bei Calhaynz vom Gasthaus Hannibal geordert. Damit waren die 32° C halbwegs erträglich.

Die Zeit diesmal 48:20 Min., 1 1/2 Minuten besser als letztes Jahr. Allerdings sind es keine echten 10 km, sondern eher 9,5 km. Somit nicht bestenlistentauglich ;-)

Trotzdem macht sich das neue Intervalltraining der letzten Woche bezahlt. Damit kann man die richtige Tempohärte erlangen.

Am 6.6. war es endlich wieder soweit: Nach einjähriger Pause stand der 25. Grönegau Triathlon Melle auf dem Programm. Und nicht nur das: Das AP Sportsteam bekam Verstärkung - weibliche Verstärkung. Da Holger am Wasserstadt Triathlon in Hannover-Limmer teilnahm (siehe unten) konnte das AP Sportsteam nicht in „Best-Performance-Besetzung“ bei der Firmenwertung antreten. Aber: Das war kein Problem, Mathias trat einfach alleine an und bewältigte die Strecke von 400 m Schwimmen, 16 km Radfahren und 5 km Laufen in einer Zeit von 1:10:03 Std.. Damit unterbot er seine selbstgesteckte Zielzeit um 5 Minuten.

Nun blieb es an Florian „die Fahne des AP Sportsteam hochzuhalten“, doch er bekam tatkräftige und vor allem, im Vergleich zu Mathias und Holger ;-) , attraktive Unterstützung: Sina und Renate traten gemeinsam mit ihm in der Firmenwertung an. Und wie: Dank wochenlanger Vorbereitung und trotz ungewohnter Länge der Schwimmbahn von 50 m machte Sina den „Mitschwimmern“ auf Ihrer Bahn massiv Druck. So absolvierte Sie die Schwimmstrecke in rund 10 Min. und erreichte dabei Ihr selbst vorgegebenes Ziel.

Nach einem beherzten Abschlusspurt von Sina gab sie die Staffel an Renate weiter, die von Beginn an mächtig in die Pedale trat. Unbestätigten Berichten zufolge hat sie dabei mehrfach die zulässige Hochgeschwindigkeit überschritten … ;-) So war es kein Wunder, dass auch sie Ihre Wunschzielzeit um 8 Min. unterbot und vorzeitig an Florian übergab.

Dieser lies sich auch von Temperaturen um 25° C und einem Anstieg zu Beginn der Laufstrecke nicht aus der Bahn bringen. Er absolvierte die 5 km zwar sichtlich erschöpft aber glücklich und konnte so seinen Laufscore auf einen Schlag um 45% erhöhen.

Fazit: Die „Best-Looking-Besetzung“ des AP Sportsteams hat den Grönegau Triathlon erfolgreich absolviert und das ganze Team freut sich schon auf die 26. Ausgabe.

Bericht von Björn Bohle

Was bringt denn AP Sportsteam-Athlet Mathias dazu, fast 500 km zu einem Triathlon in der Nähe von Dresden zu fahren? Schuld ist ein inspirierender Artikel im TriTime Magazin. Das muss man sich mal vorstellen: Ein kleines beschauliches Dorf mit etwas über 8000 Einwohnern richtet einen Triathlon über zwei Tage aus, der mit Ironman-Distanz, Mitteldistanz, olympischem und Volkstriathlon alle bestehenden Disziplinen beinhaltet, und aktiviert dafür auch noch sage und schreibe 300 Helfer. Bei kommerziellen Veranstaltungen wie in Hamburg, bei denen eine spezialisierte Eventagentur (hier Upsolut) eingebunden ist, ist man ja eine derart professionelle Organisation gewohnt, doch wenn ein kleiner Triathlonverein so etwas auf die Beine stellt: Respekt!

Das Schloss im Hintergrund und sehr nette Wettkampfrichter

Bombastisch hier natürlich die Kulisse: Man schwimmt im Burggraben des Schlosses, beim Laufen geht es durch die königlichen Jagdreviere und durch den Schlosspark. Obwohl bei dem stark gewachsenen Event mittlerweile fast 1.600 Starter zu verzeichnen sind, herrscht eine unaufgeregte und angenehm provinzielle Stimmung. Die Menschen, ob Zuschauer, Mitathleten oder Helfer, sind sehr freundlich, teilweise gar herzlich. Es wird viel gesächselt. Internationale Teilnehmer aus Polen, Tschechien, Ungarn komplettieren das bunte Feld. Selbst die Wettkampfrichter des sächsischen Landesverbands sind humorvoll und nett. Man erinnere sich an die Choleriker in Versmold oder Hannover …

Hammerharte Radstrecke

Als Mathias nach dem Wettkampf wieder im Auto saß und verträumt Baustellen und Staus zwischen Leipzig und Magdeburg zählte, rief er noch kurz beim AP Sportsteam-Kollegen Holger an, um ihm die heißesten News mitzuteilen. Bei der Zeit von 3:07 Std. fragte Holger ganz ungeniert: “Was war los?”. Na danke, 1. waren es statt 40km 42km auf dem Rad, 2. waren die echt hart. 324 Höhenmeter, knackige Anstiege und zeitweises Kopfsteinpflaster machten Mathias das Leben schwer. Und bei den Anstiegen hat er sich dann seine ganze muskuläre Munition für die Laufstrecke verschossen. Selbst das neue Energy Gel von Dextro Energy half da nicht mehr. Aber immer noch besser gewesen als beim ersten Olympischen in Hamburg. Das Schwimmen hingegen lief super: 34 Minuten im königlichen Karpfenteich.

Platz 1 für das AP Sportsteam

Bereits am Samstag angereist, konnte Mathias die zwei Querstraßen vom Hotel zur Wechselzone pünktlich um 7.15 Uhr in Angriff nehmen. So war er 1.! Zumindest beim Bike-Checkin. Eine halbe Stunde später stand bereits eine gute halbe Million Euro in Form feinsten Zeitfahrmaterials in der Wechselzone.

Die Mitteldistanz am Schloss im Visier

Nächstes Jahr, wenn Mathias mal wieder die nächste völlig unrealistische Steigerung angehen möchte, wollen er und Holger die Mitteldistanz in Moritzburg in Angriff nehmen. Mit 80 EUR sicherlich eine der günstigsten in Deutschland, zahlt man doch für den Ironman 70.3 über 200 EUR. Das Umfeld in Moritzburg lässt sich als Argument sowieso kaum schlagen.

8 Uhr Sonntagmorgen. Ich checke als erster Teilnehmer für die Mitteldistanz beim Wasserstadt Triathlon in Limmer ein. Zu mindestens war ich hier superschnell. Warum ich allerdings 4 Stunden vor Wettkampfstart bereits vor Ort war, wusste ich mir selber nicht erklären.

Mit so viel Zeit im Rücken konnte ich den bereits laufenden IronMan Wettkampf begleiten, der schon um 06:15 begann. Die Athleten mussten zu Beginn nicht nur mit der 3,8 km langen Schwimmstrecke kämpfen, sondern auch mit renitenten Jugendlichen, die von der Brücke direkt vor den Schwimmern in das Wasser sprangen. Auch konnte ich noch eine kleine Schlägerei zwischen 2 alkoholisierten Jugendlichen am gegenüberliegenden Ufer beobachten, die von der Musik eines Gitarrenspielers (das war der 3te Freund im Bunde) begleitet wurde. Also, eine illustre Gesellschaft, so sonntags morgens um 08:30 am Limmer Stichkanal.
Gegen 09:00 trafen dann die ersten Triathleten mit ihren Super-Bikes und Zeitfahrhelmen ein. War beeindruckend, was da so an Geldwerten anrollte. Ich meditierte derweil im Clubhaus des TSV Limmer über einer Apfelschorle und versuchte meine Nervosität abzulegen.

Schwimmen
Um 11:45 war es dann endlich soweit und ich startete zu meiner ersten Mitteldistanz im Triathlon. Das Wasser war knapp über 19 Grad warm und mein kurzer Speedsuit-Neo war vollkommend ausreichend für die Temperatur. Nicht aber gegen die unzähligen Algen im Wasser und auch nicht gegen den Benzingestank des längseits liegenden Tankers. Puh, der Golf von Mexiko lässt grüßen. Nach 43 Minuten hatte ich es endlich geschafft und nach kleineren Kämpfen mit dem Reißverschluss an meinem Neo konnte ich endlich auf die Radstrecke.

Die Radstrecke
Der 3×30 Kilometer lange Rundkurs war absolut klasse, super vom Asphalt und auch sehr gut durch die zahlreichen Helfer abgesichert. Respekt, Herr Augath. Ich fühlte mich irre schnell und wurde nur ein paar Mal desillusioniert, wenn ich bei Tempo 45 noch überholt wurde. Alter Schwede, hatten die ein Tempo drauf.

Der Halbmarathon
Nach 02:53 hatte ich die 90 Kilometer geschafft und jetzt ging es zu meiner Paradedisziplin, dem Laufen. Denkste. Hier war mit einem Mal die Luft raus. Kein Laufrhythmus, keine Ruhe im Kopf. Nur Leere und Null-Motivation. Was war hier los? Ich musste ständig Gehpausen einlegen und mich neu motivieren weiter zu machen. Erst ein längerer Aufenthalt an einer Verpflegungstation und die nette Versorgung durch die älteren Damen mit Obst und Getränken brachte mich wieder auf die Spur. Danach lief es astrein und die Kilometerzeiten pendelten sich bei 05:30 ein. Die 21 km waren nach 02:02 auch geschafft und mit einer Gesamtzeit von 05:51:14 besiegte ich die Mitteldistanz.

Die Mitteldistanz ist schon ein Hammer und ich habe riesigen Respekt vor den IronMänner und Frauen. Das ist ein absoluter Kopfsieg und bedarf unglaublich viel Biss und Motivation. Limmer selber war von den Strecken her klasse zu fahren und zu laufen, alles sehr abwechslungsreich und durch die zahlreichen Helfer prima abgesichert. Kann ich nur empfehlen.

Unlängst weilte AP Sportsteam-Athlet Mathias in Thailand, genauer gesagt in Rawai auf Phuket. Auch das Training musste weitergehen und so standen die beiden Varianten “Klimatisierter Fitnessraum mit Laufband im Resort” und “Laufen bei 34° C und 60% Luftfeuchtigkeit in der freien Natur” zur Auswahl, um dem gesteigerten Verzehr von leckerem Thaifood entgegenzuwirken.

Die schönste Laufstrecke der Welt

Selbstverständlich kam für Mathias nur die freie Natur infrage und so fand er sich am dritten Tag um 7.00 Uhr auf dem 5 km-Weg zum Nai Harn Beach wieder. Zahlreiche Geruchsvariationen säumten seinen Weg. Nach Aromaöl und Räucherstäbchen aus den Massagesalons an der Straße wechselten sich die Duftnoten von Satéspießen der rasenden Mobilküchen und Zweitakt-Benzin der Hunderten Mopeds ab.

10 km bei den Temperaturen, bei der Luftfeuchtigkeit und ungeschützt der Sonne ausgeliefert fühlen sich an wie 20 km im kalten Deutschland. Zum Glück konnte man nach halber Strecke erst einmal den Strand und das Wasser genießen. Die Tsunamischäden sind übrigens vollständig beseitigt, Nai Harn Beach wurde seinerzeit stark getroffen.

Farang oder Kickboxer

Läufer auf Phuket stammen ausschließlich aus zwei Gattungen: Der weiße Ausländer (”Farang”) oder einheimische Kickboxer, zu erkennen an den auffälligen Shorts. Der normale Thai, in Einklang mit seiner sprichwörtlichen Freundlichkeit “Land des Lächelns”, schüttelt trotzdem nur den Kopf …

Resumé: Auch wenn die Straßenränder auf Phuket häufig verdreckt und voller Müll sind: Die paradiesischen Strandimpressionen entschädigen dafür und lassen Phuket zur schönsten Lauflocation der Welt erheben!

Map powered by MapPress

Heute startete die 4te Auflage des Wasserstadt Triathlon in Hannover Limmer. Bei herrlichem Sonnenschein und Temperaturen um die 25 Grad Luft und 19 Grad Wasser wagten sich die Triathleten an die Kurzdistanz mit 500 Meter Schwimmen, 20 Kilometer Rad und 5 Kilometer Laufen. Das AP Sportsteam in meiner Person war allerdings nur als Beobachter anwesend, da ich am Sonntag auf der Mitteldistanz starte.
Der Blick auf den Stichkanal war dabei beeindruckend, da die Wendemarke am Horizont verschwand und nicht zu sehen war. Irgendwo wird sie morgen sicher sein. Für ein bißchen Aufregung sorgt auch das fehlenden Nummernschild in den Startunterlagen für das Fahrrad. Vielleicht wird es morgen ja nur ein kurzer Ausflug und ich bin zum Frühstück zurück.
Ansonsten war die Stimmung heute spitze, eine Menge Schaulustige säumten den Wegesrand und Jan Rafael war auch schon da.

Ich bin also voller Vorfreude und hoffe einmal, dass alles glatt geht.

To be continued…

Nur noch wenige Tage und dann ist es am 06.06.10 soweit: Limmer Wasserstadt Triathlon. Der halbe Iron Man wartet auf das AP Sportsteam. Ich bin schon am überlegen, welche Hälfte meines Körpers gestählt werden soll.

Aber zuvor gilt es natürlich noch das Ganze zu überstehen. Am Wochenende bin ich die Radstrecke schon mal mit dem Auto abgefahren und war nach den ersten 30 Kilometern am Steuer erschöpft. Wie soll das erst auf dem Rad werden?

Als erste Maßnahme habe ich mir CEP Kompressionstrümpfe für alte Strategen gekauft. Damit können meine Waden schon einmal keine Probleme machen. Hoffe ich.

Und die täglichen Meldungen auf der Website vom Limmer Triathlon zu den Wassertemperaturen haben mich noch einen Triathlon Speedsuit mit Neoprenzusatz erwerben lassen. Damit bin ich rasant schnell und kompensiere die Zeitverluste hervorgerufen durch meinen eigenartigen Brustschwimmstil.

Mein einfacher Trisuit ist zudem für diese Temperaturen nicht ausgelegt. Ich im übrigen auch nicht, bibber. Man gut, dass das Team Augath noch Neopren Badekappen für Kopfkalte bereithält.

Also Equipment-technisch kann hier nichts schief gehen, jetzt muss nur noch der Körper mitmachen.

Es ist Freitag Abend, 7° C im Wonnemonat Mai, in Kloster Oesede nieselt es leicht, und AP Sportsteam-Athlet Mathias hat wieder nicht die 50 Minuten-Grenze auf den 10 Kilometern geknackt: 52:20 Min.

Fotoquelle: dreierpack.net

Dem aufmerksamen Leser unseres Blogs ist sicherlich aufgefallen, dass es ungewohnt wenige Einträge in den letzten 1 1/2 Monaten von AP Sportsteam-Athlet Mathias gab und Holger ganz allein für Schlagzeilen gesorgt hat. Der Grund ist ganz einfach: Mathias hatte nach den Märzläufen mit einer sog. Plantarsehnenreizung im rechten Mittelfuß zu kämpfen, einer typischen Überbelastungsverletzung von Läufern. Dementsprechend gab es das volle Programm: 4 Wochen Laufpause und Orthopädenbegutachtung. Wer die Fließbandabarbeitung bei Fachärzten, die seit einigen Jahren in Deutschland herrscht, kennt, fragt sich zu Recht, was von beidem wohl schlimmer ist. Glücklicherweise hat das obligatorische Röntgen “nur” auf die Reizung hingedeutet, und nach leichtem Trainingsbeginn scheint alles wieder OK zu sein. Glück gehabt, denn manche Läufer müssen mit dieser Diagnose mehrere Monate pausieren und haben auch dann noch nachhaltig Probleme.

Trainingsrückstand vs. Energy Gel

Mathias links im Bild mit blauer Badekappe

Nachdem AP-Athlet Mathias gerade einmal seit zwei Wochen wieder im Lauftraining war und in der Tat Kondition eingebüßt hatte, stand der zweite olympische Triathlon für ihn vorab unter keinem guten Stern. Das Schwimmen, das als Trainings-Ersatzbefriedigung zum Laufen während der Rekonvaleszenz herhalten musste, war jedoch mit knapp über 24 Min. sehr zufriedenstellend im bisherigen Vergleich. Auf dem Rad, es war der erste Triathlon mit der neuen Zeitfahrmaschine, wurde dann richtig Dampf gemacht, am Ende stand eine Durchschnittsgeschwindigkeit von über 31 km/h. Und das Laufen? In Ordnung, von der gefürchteten Plantarfascitis keine Spur mehr, Kondition war unter den Rahmenbedingungen (jede Menge Energy Gel und Adrenalin) ausreichend vorhanden.

Cool, eine Zeit von 2:37:40 Std. Hochgerechnet auf die Zeit von Hamburg (hier waren 500 m mehr zu schwimmen) ergibt das eine Verbesserung von rund 15 Minuten. Und das beim Saisonauftakt mit dürftiger Vorbereitung. Als Resultat stand der 97. Platz von 104 männlichen Teilnehmern auf der olympischen Distanz.

Der Besenwagen und ein unverschämter Stationsprecher

Moment, trotzdem kam Mathias mit dem imaginären Besenwagen ins Ziel!? Na toll, bedingt durch die Altersklasse war Mathias in der chronologisch letzten Startgruppe der M30 und jünger. Wie immer hatte er keine Schnitte gegen die durchtrainierten Altersgenossen. “Normale” Freizeittriathleten sind in Versmold beim Olympischen nicht zu finden, schon gar nicht im Alter um 30. Bei der dritten Wende von vier nötigen im Kurt-Nagel-Stadion und Mathias’ Nicht-Anvisieren des Zielkanals hatte der Veranstaltungsmoderator über Lautsprecher gefragt, ob der “Läufer in Schwarz” sicher sei, dass er tatsächlich noch eine Runde laufen muss. Mathias überlegte kurz, ob er den Stinkefinger oder einfach den Daumen hoch halten soll. Naja, die gute Kinderstube hat dann doch letzteres veranlasst, auch, wenn es gekribbelt hat. Beim Zieleinlauf, die Begrenzungen der Wechselzone waren bereits abgebaut, ergab sich dementsprechend noch ein amüsantes Scharmützel mit dem Stadtionsprecher, als Mathias beim ebenfalls per Lautsprecher übertragenen “Interview mit dem Letzten” darum bat, doch bitte nie wieder in die letzte Startgruppe zu kommen ;-) Als “Belohnung” durfte Mathias dann gleich zwei Versmolder Mettwürste als Finisherpräsent in Empfang nehmen.

Auch erwähnenswert: Der Trainingspartner von Mathias aus dem SC Melle 03, Eike, hat in Versmold mit 02:44:58 Std. derweil seinen ersten olympischen Triathlon hinter sich gebracht. Herzlichen Glückwunsch!

Fotoquelle: Westfalenblatt

Ungewöhnliche Stille am Himmel, ungewöhnliche Lautstärke auf der Erde. Der dritte Airport Run 2010 in Hannover fand aufgrund des Flugverbots über Deutschland unter besonderen Begleitumständen statt. Und auch diesmal war die Laufveranstaltung ein echtes Highlight im Läuferjahr. Mehr als 2.000 LäuferInnen hatten sich in diesem Jahr gemeldet und das AP Sportsteam war wieder mittendrin. Vor dem Start konnte zudem Achim Achilles in “Echt” bestaunt werden, der im Sponsorenlauf auf der Halbmarathon Distanz startete.

Wir hatten uns dieses Mal für den für uns ungewöhnlichen 5 Kilometer Lauf entschieden, denn ein wenig Abwechslung muss auch mal sein. Für unser AP Team starteten Hurricane Schneider, Longleg Holger und neu unser Rookie Max. 5 Kilometer sind schon eine ungewöhnliche Distanz, denn kaum ist man einigermaßen im Tritt, muss auch schon der Schlussspurt angezogen werden.

Während Hurricane als 6ster Sieger mit der Fabelzeit von 18:56 Minuten in das Ziel brauste (Platz 1 in der Altersklasse M40), sprintete Longleg mit einigen Mitstreitern am Ende um die Wette und lief mit einem gefühlten Puls von 250 und einer Zielzeit von 21:24 ein. Platz 23 im Männerklassement und Platz 3 in der Altersklasse M40 waren der Lohn. Damit belegte das AP Sportsteam Platz 1 und 3 in der Altersklasse (von gesamt 35 LäuferInnen). Und auch Rookie Max konnte mit einer Zeit von 24:05 und dem Platz 37 seine Ziele voll erreichen. Rund herum also ein gelungener Tag für das AP Sportsteam.

Nur einen Tipp noch für das Orga Team für den 4ten Lauf in 2011: Die vielen Stände auf der Läufermesse sollten näher zusammen gruppiert werden. Und es sollte eine Stelle geben, wo man seine Läufersachen abgeben kann. Toll war am Ende noch die Massage durch das Reha-Team und die leckere Verpflegung. Der Airportrun 2011 ist damit schon fest notiert.

Ihtberglauf=Berggämsenlauf. So lässt sich wohl am besten der 13. Marienauer Berglauf am Ith beschreiben. 302 Höhenmeter wollten am 10.04.2010 die 82 StarterInnen bewältigen und die Anstiege hatten es wirklich in sich. Nur gut, dass nach der Quälerei bergauf auch immer wieder eine abschüssige Strecke folgte, bei der man seinen Puls ein wenig runter bringen konnte.

Allerdings konnte von einem richtigen Ausruhen hier nicht die Rede sein. Die MitstreiterInnen machten bergab mächtig Tempo und so musste ich wohl oder übel auch Vollgas geben. Ich sage nur: Durchschnittspuls von 160 bergab. Hallo?
Aber gut, wenn es die Damen und Herren so haben wollen.

Grundsätzlich, so habe ich während des Laufs gelernt, lassen sich drei Vorurteile nicht mehr halten:

1) Kurze Beine laufen bergab langsamer als lange Beine.
Hey, mein Läufername ist Longleg, aber den vor mir laufenden Mitstreiter (Körpergröße geschätzt 175 cm) habe ich nicht eingeholt bekommen. Mit einer höheren Schrittfrequenz lässt sich anscheinend alles ausgleichen. Bergauf habe ich ihn im übrigen auch nicht eingeholt. Chapeau.

2) Je älter, desto langsamer.
Ist Blödsinn. Gerade bei Berg- und Crossläufen erweisen sich die etwas älteren Semester als besonders zäh. Bin dabei glatt auf der Zielgerade von einem M50 trotz heftiger Gegenwehr noch abgefangen worden.

3) Übergewicht wirkt sich negativ auf die Zielzeit aus.
Auch nicht wahr. Nach dem leckeren Osterbraten, Frühstücksbrunch und einer Unmenge von Marzipan-Eiern umrundet meinen Bauch seit neuestem ein drei Kilo schwerer Sicherheitsring (ist ja auch noch kalt draußen). Das Mehrgewicht hat sich anscheinend besonders bei dem Bergablaufen positiv bemerkbar gemacht. Masse zieht ja bekanntlich nach unten.

Ergo: Kurzbeinige, ältere und übergewichtige LäuferInnen haben durchaus das Potential zu Bestzeiten bei Berg- und Crossläufen.
Auf jeden Fall konnte ich die 13,8 Kilometer in 01:04:44 bewältigen und war damit 5 Minuten schneller als 2008 und 9 Minuten schneller als 2007. Im Gesamtklassement bedeutet dies Platz 31 von 81 Siegern.

Es ist Sonntag. Es ist 6.15 Uhr. Der Wecker klingelt. AP Sportsteam-Athlet Mathias fühlt sich in schlimmste Triathlon Hamburg Zeiten zurückversetzt. Doch dieses Mal gilt es nicht, sich um 7.20 Uhr in die Binnenalster zu stürzen, sondern sich auf den Weg nach Greffen im Münsterland zu machen.

Dort fand heute der Frühstückslauf statt. Und wenn der Lauf schon so heißt, dann muss man ja auch zeitig, sagen wir mal bis 10.00 Uhr, wieder zurück von der 14 km-Strecke am Frühstückstisch sein. Run&Breakfest sozusagen.

Also nach den gemütlichen 14 Kilometern ohne Zeitnahme alle soeben freigesetzten Kalorien schnell beim Frühstücksbuffet wieder mit Lachsbrötchen und Rührei draufhauen. Schade, dass unser Feinschmecker Holger nicht dabei war.

Da kommen gleich Ideen auf: Wie wäre es mit einem Hors d’œuvre-Lauf in Paris?


Grönegau Rundschau, 13.03.2010

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