Ach, was war das doch so schön warm im Bett, morgens, Sonntag, 13.11.2011. Das Logbuch schrieb aber blöderweise vor: Auf zum Sportplatz des TK Hannover, der alljährliche Lönsparklauf stand an. Um 11 Uhr habe man sich an der Startrampe einzufinden. Bitte schön. Immerhin nicht die übliche unmenschliche Startseite von 7 oder 9 Uhr wie bei anderen Wettbewerben.
Zusammen mit Copilot Kai ging es also nach Hannover Kirchrode bei strahlendem Sonnenschein, aber halt auch bitterkalten Temperaturen von 2 Grad. Eine Woche vorher hatten wir noch 18 Grad, glaube ich. Wer hat eigentlich etwas gegen die Klimaerwärmung?
Den Ski Anzug habe ich dann doch im Auto gelassen, aber Mütze und Handschuhe, 2 T-Shirts, lange Laufhose und Halstuch sind ja wohl erlaubt. Einige besonders harte Exemplare, wahrscheinlich mit Vorfahren bei den Iniuts, traten um 11 Uhr auch mit kurzer Hose und Hemd an. Allein bei dem Anblick überzog mich ein kleiner Kälteschauer. Die hat wahrscheinlich unterwegs der Kältetod ereilt, im Ziel habe ich sie zu mindestens nicht mehr gesehen.
10 Kilometer waren zu absolvieren, 2 Runden durch die Eilenriede und um den Tierpark herum, eine flache Strecke auf der Tempo zu machen ist. Heißt auf der anderen Seite immer am Limit laufen und alles rausholen. Nicht ganz was man sich für einen Sonntag vornehmen muss, andererseits immer nur ofenwarme Brötchen mit Marmelade, lecker Kaffee, vollfetter Camembert mit Trüffel gefüllt, Früchtemüsli mit Joghurt…lecker. Halt, Stopp, heute heißt es Siegen und wenn auch nur über den eigenen inneren Schweinehund.
Pünktlich um 11 Uhr ertönte der Startschuss und die ersten Läufer vorne im Feld gingen ab. Ich versuchte erst einmal das vor mir liegende Terrain zu sichten und stieg gut in den Lauf ein. Regelmäßige Kilometerzeiten von um die 04:20 stellten sich ein und so hatte ich nach der ersten Runde zum ersten Mal in meinem kleinen Läuferleben Bock auf die 2te Runde. Ehrenwort, das ist noch nie passiert. Gemeinsam mit einem anderen Läufer zogen wir uns gegenseitig durch den Lauf und nach 00:43:40 war der Spaß schon vorbei. Bestzeit auf 10 Kilometer, wer hätte das gedacht. Ich nicht.
So, und da nichts besser ist dem eigenen Schweinehund, also eigentlich einem ganzen Rudel hungriger Vierbeiner, nach dem Sport zu frönen, ging es auch gleich an das hauseigene Frühstücksbüfett. Essen macht dann doch immer am meisten Spaß. Mahlzeit.
Bildquelle: www.loensparklauf.de

