13.06.2010

13.06.2010 Schlosstriathlon Moritzburg bei Dresden

Was bringt denn AP Sportsteam-Athlet Mathias dazu, fast 500 km zu einem Triathlon in der Nähe von Dresden zu fahren? Schuld ist ein inspirierender Artikel im TriTime Magazin. Das muss man sich mal vorstellen: Ein kleines beschauliches Dorf mit etwas über 8000 Einwohnern richtet einen Triathlon über zwei Tage aus, der mit Ironman-Distanz, Mitteldistanz, olympischem und Volkstriathlon alle bestehenden Disziplinen beinhaltet, und aktiviert dafür auch noch sage und schreibe 300 Helfer. Bei kommerziellen Veranstaltungen wie in Hamburg, bei denen eine spezialisierte Eventagentur (hier Upsolut) eingebunden ist, ist man ja eine derart professionelle Organisation gewohnt, doch wenn ein kleiner Triathlonverein so etwas auf die Beine stellt: Respekt!

Das Schloss im Hintergrund und sehr nette Wettkampfrichter

Bombastisch hier natürlich die Kulisse: Man schwimmt im Burggraben des Schlosses, beim Laufen geht es durch die königlichen Jagdreviere und durch den Schlosspark. Obwohl bei dem stark gewachsenen Event mittlerweile fast 1.600 Starter zu verzeichnen sind, herrscht eine unaufgeregte und angenehm provinzielle Stimmung. Die Menschen, ob Zuschauer, Mitathleten oder Helfer, sind sehr freundlich, teilweise gar herzlich. Es wird viel gesächselt. Internationale Teilnehmer aus Polen, Tschechien, Ungarn komplettieren das bunte Feld. Selbst die Wettkampfrichter des sächsischen Landesverbands sind humorvoll und nett. Man erinnere sich an die Choleriker in Versmold oder Hannover …

Hammerharte Radstrecke

Als Mathias nach dem Wettkampf wieder im Auto saß und verträumt Baustellen und Staus zwischen Leipzig und Magdeburg zählte, rief er noch kurz beim AP Sportsteam-Kollegen Holger an, um ihm die heißesten News mitzuteilen. Bei der Zeit von 3:07 Std. fragte Holger ganz ungeniert: “Was war los?”. Na danke, 1. waren es statt 40km 42km auf dem Rad, 2. waren die echt hart. 324 Höhenmeter, knackige Anstiege und zeitweises Kopfsteinpflaster machten Mathias das Leben schwer. Und bei den Anstiegen hat er sich dann seine ganze muskuläre Munition für die Laufstrecke verschossen. Selbst das neue Energy Gel von Dextro Energy half da nicht mehr. Aber immer noch besser gewesen als beim ersten Olympischen in Hamburg. Das Schwimmen hingegen lief super: 34 Minuten im königlichen Karpfenteich.

Platz 1 für das AP Sportsteam

Bereits am Samstag angereist, konnte Mathias die zwei Querstraßen vom Hotel zur Wechselzone pünktlich um 7.15 Uhr in Angriff nehmen. So war er 1.! Zumindest beim Bike-Checkin. Eine halbe Stunde später stand bereits eine gute halbe Million Euro in Form feinsten Zeitfahrmaterials in der Wechselzone.

Die Mitteldistanz am Schloss im Visier

Nächstes Jahr, wenn Mathias mal wieder die nächste völlig unrealistische Steigerung angehen möchte, wollen er und Holger die Mitteldistanz in Moritzburg in Angriff nehmen. Mit 80 EUR sicherlich eine der günstigsten in Deutschland, zahlt man doch für den Ironman 70.3 über 200 EUR. Das Umfeld in Moritzburg lässt sich als Argument sowieso kaum schlagen.

Kommentare

sorry, wollte echt nicht unhöflich sein ;-). Aber nach den letzten Traumzeiten sah ich schon eine 02:30 im Raum stehen. Konnte ja nicht ahnen, dass es da auch Berge gibt.

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