3.06.2009

Dienstleister reloaded

Wer den Schaden hat, muss den Dienstleister fürchten. Wie schon berichtet hatte Holger seinen alten Drahtesel beim ersten Härtetest für den City Man Triathlon Hamburg leicht zerlegt. Schaden an der Schaltung, den Umwerfer hatte es zerrissen. Aber, so die Blauäugigkeit in Person, das ist ja kein Problem, einfach hin zum Radhändler vor Ort, neuen Umwerfer montiert und weiter geht es.

Pustekuchen. Auf die lockere Gesprächseröffnung durch Holger: “Schau, ein Schaden am Rad” wurde frohlockt: “Na prima”. Holger: “Na Ansichtsache”. Das konnte nicht gut gehen. Und prompt wurde eine Reparaturdauer von 14 Tagen in Aussicht gestellt. Ja, hallo, da sollte doch nur ein kleiner Umwerfer neu montiert werden. Okay, weiter ging es zum nächsten Händler. Bevor aber das Problem dort überhaupt geschildert werden konnte, schalte gleich ein “Rennräder reparier ich nicht” aus der Werkerhalle. Der gute Mann hatte noch nicht mal das Bike gesehen, Holger muss ziemlich rasant ausgesehen haben. Erst die Entgegnung, dass es Umwerfer sicherlich auch an anderen Fahrrädern gibt, bewegte den Fachmann aus seinem Geschäft. Mit knapp 100 Euro wurde dann die Reparatur taxiert. Hier spricht man dann von einem prohibitiven Angebot, oder?

An dieser Stelle kurz zusammengefasst: Also entweder eine gefühlte Ewigkeit warten oder sein Portemonnaie im Radladen deponieren. Dann besser keines von beiden. Mit schabender Schaltung und ein wenig Groll im Bauch ging es dann wieder zurück. In diesem Moment wurde deutlich, warum viele kleinere Radhändler Probleme haben sich gegen die grossen Fahrrad-Discounter durchzusetzen. Das gilt sicherlich nicht für alle und es gibt viele, viele gute Gegenbeispiele. Aber dieses Erlebnis war schon etwas Besonderes. Da wird der Fachhändler einmal benötigt und dann so etwas. Wie es nun mit der Reparatur weiterging und ob sich Holger nach 25 Jahren endlich durchgerungen hat, sich ein neues Bike zuzulegen, wird hier bald zu lesen sein. Stay hard, stay hungry, stay alive.

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